Nanotechnologie

Salvinia-Effekt

Lufthaltende Nanostrukturen für eine effiziente Schifffahrt

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Für die Lösung von Umwelt- und insbesondere Klimaproblemen ist eine Entdeckung von Karlsruher und Bonner Wissenschaftler sehr bedeutsam: Der Schwimmfarn „Salvinia molesta“ ist in der Lage, durch die besondere Oberflächenstruktur einen Luftfilm festzuhalten. Was die Pflanze zum Atmen braucht, könnte man verwenden, um beispielsweise Oberflächen von Schiffsrümpfen zu beschichten. Dadurch könnte man die Reibung gegen das Wasser erheblich reduzieren.

 

Professor Schimmel rechnet vor: „Wenn es etwa gelänge, den Energieverbrauch der Schiffe um den Faktor zwei zu verringern, hätte man mehr Energie gespart, als wenn man alle Flugzeuge dieser Welt treibstofffrei fliegen lassen könnte.“ Ein dauerhaft angelegtes Luftkleid zwischen Schiffsrumpf und Wasser verspreche einen enormen Energie-Einspareffekt.

technologie

Was beim Schwimmfarn super funktioniert, soll jetzt zur technischen Anwendung gebracht werden. Die Forscher haben bereits herausgefunden, dass der Effekt auf viele mikroskopisch feine Härchen beruht. Diese verfügen über eine superhydrophobe Wachsbeschichtung, das heißt, dass sie Wasser abstoßen. Nur an der Spitze fehlt diese Wachsschicht. Deshalb wird dort das Wasser angezogen. So wird eine Luftschicht zwischen den Härchen gebildet. Nun muss die große Herausforderung gemeistert werden, dies technisch umzusetzen. Vor allem muss diese Oberfläche auch stabil genug sein, um damit Schiffsrümpfe zu beschichten.

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