day #5

WEDNESDAY, OKT 7, 2015
Heute haben wir Bridj (gesprochen wie „bridge“) besucht, ein Start-up im Bereich nachhaltige Mobilität. Mit ihrer Software können sie Busse optimal operieren, auch wenn nur wenige Leute fahren möchten. Anschließend haben wir mit Wissenschaftlern im Fraunhofer CSE (Center for Sustainable Energy) Living Lab gesprochen.

Das Büro von Bridj ist in einem schönen Haus gelegen, auf dem Dach wird im Sommer gegrillt und Events gefeiert. Die zwei Gründer sind sehr verschieden, einer möchte immer zuerst testen und nachdenken, ob der Algorithmus wirklich gut ist, der andere einfach machen. Diese Mischung macht Bridj so erfolgreich. Entstanden ist das Start-up aus breakshuttle, einem Service, der Busse mietete, um die Kinder aus den Dörfern von der Party im Nachbardorf nach Hause zu bringen.

Heute sorgt in größeren Städten ein Algorithmus dafür, dass die Busse optimal operieren und die Wartezeiten minimieren und gleichzeitig die Leute im Bus maximieren – was den ökologischen Fußabdruck enorm reduziert. Doch das Transportwesen ist stark reguliert und von Stadt zu Stadt gibt es unterschiedliche Regularien. Im Gegensatz zu Uber arbeitet Bridj mit der Regierung zusammen und beachtet die Regeln. Im Moment expandieren sie von Boston nach Washington – es bleibt spannend, ob sie den Durchbruch schaffen.

Weiter ging es zum Fraunhofer Living Lab. Das Haus selbst ist auch so nachhaltig es geht gebaut worden, mit spezieller Kühlung über die Wände und den Boden, guter Isolation und intelligenter Beleuchtung. In den Laboren geht es um die Integration von Solarpanels in die amerikanischen Stromnetze, neuartige Isolierschäume aus nachwachsenden Rohstoffen und nachhaltiges Bauen. In den USA gibt es in jedem Bundesstaat andere Regeln für Solarpanels und diese sind sehr kompliziert, was es für Privatpersonen nahezu unmöglich macht, selbst ein Solarpanel auf dem Dach zu haben. Hier setzt das Fraunhofer CSE an und entwickelt Module, die alle Regularien erfüllen.

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